Anmerkung zur Eingliederung Zwochaus nach Röcknitz
Bis zum heutigen Tag ist nicht genau bekannt, ab wann Zwochau als Ortsteil zu Röcknitz kam. Obwohl Karlheinz Blaschke im „Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen“ Zwochau bereits 1875 als Ortsteil von Röcknitz bezeichnete, erscheint dieses Datum als „nicht sicher“. Nach Angaben und Unterlagen aus dem sächsischen Staatsarchiv Leipzig sind heute folgende Aussagen möglich: Im „Alphabetischen Verzeichnis der Orte im Königreich Sachsen“ von 1876 erfolgte die standesamtliche Zuordnung von Zwochau nach Hohburg. Diese Zugehörigkeit war ebenfalls noch zum 01. Dezember 1900 vorhanden, wie im „Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Königreiches Sachsen“ von 1904 ausgewiesen ist. Bei den „Ortschaften mit Angabe der Eisenbahnverkehrsstelle und der Dampfschiffshaltestelle“ von 1907 ist beim Standesamt Röcknitz folgendes vermerkt: „... (ausschließlich des Vorwerkes Zwochau)...“, denn auch zu diesem Zeitpunkt erfolgte die standesamtliche Zuordnung von Zwochau nach Hohburg. Bei Zwochau selbst ist neben dem Standesamt Hohburg die Gemeinde Röcknitz erwähnt. Vom Jahr 1911 liegen Unterlagen vor, in denen Zwochau als Vorwerk von Thammenhain genannt ist. Überlieferte Unterlagen der Amtshauptmannschaft Grimma weisen im Jahre 1919 ein Dienstsiegel der politischen „Gemeinde Röcknitz mit Zwochau“ aus, was aber nicht bindend ist. Die Eingliederung von Zwochau in die Gemeinde Röcknitz dürfte wohl zum 01. April 1921 erfolgt sein. Gemäß der „Verordnung über die Vereinigungen der Rittergüter und Freigüter mit benachbarten Gemeinden vom 31.12.1918“ kam es zu diesem Zeitpunkt zur Einverleibung der selbstständigen Gutsbezirke Röcknitz und Zwochau in die Gemeinde Röcknitz. Abschließend ist festzustellen, dass zum Nachweis eines konkreten Datums, wann Zwochau zu Röcknitz kam, umfangreiche Recherchen und weiterführende, intensive Nachforschungen in entsprechenden Akten erforderlich wären.

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