Gotthard Kircheis

Die unvergeßlichen Jahre meines Dienstes als Pfarrer der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Röcknitz mit Schwesternkirchgemeinde Böhlitz

1. August 1967 - 11. Mai 1974


Bis zum 1. August 1967 hatte ich keine Ahnung davon, dass es in Sachsen einen Ort mit dem Namen Röcknitz überhaupt gibt. An jenem denkwürdigen Tag stellte uns Superintendent Petzoldt in Wurzen, bei dem ich meinen Vorbereitungsdienst für den späteren Pfarrberuf in der Ev.- Luth. Landeskirche Sachsen zu leisten hatte, frei, ob wir in Nemt oder Röcknitz wohnen und arbeiten wollten. Nach einer Besichtigungsfahrt entschieden wir uns für Röcknitz. Wenige Tage später reiste ich zunächst ohne Familie an. Ich war ausgestattet mit ein paar Bücherkisten, einem Regal, einem Sofa und einem Schreibtisch. Ein urtümliches Kastenbett borgte mir ein betagter Kirchenvorsteher aus Zwochau.

Schon die ersten Wochen waren eindrücklich. Im Pfarrhaus gab es keine Schreibmaschine und kein Telefon. Zu jedem Anruf begab ich mich zu meinen neuen, freundlichen Nachbarn, Familie Eberius. Bei ihnen war ich in den folgenden acht Wochen auch ständiger Abendbrotgast. Zum Mittagessen wurde ich in verschiedene Häuser eingeladen,. So lernte ich schnell die kirchlichen Familien von Röcknitz kennen, die sich nach der Pfarrvakanz über meinen Dienstbeginn freuten.

Sie vermittelten mir das Gefühl, im Dorf willkommen zu sein.

Zunächst galt es, die Pfarrwohnung vorzurichten. Mitte Oktober erstrahlte sie in neuem Glanz. Am 30. Oktober 1967 zog die Familie von Magdeburg nach Röcknitz um. Sie bestand aus meiner lieben Frau und den beiden Kindern, Sebastian, vierjährig und Anne, zweijährig.

Die Arbeit in der Kirchgemeinde

 Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hatte Röcknitz damals zirka 600 und Böhlitz zirka 400 Gemeindeglieder. In beiden Orten waren sonntäglich Gottesdienste zu halten, dazu kamen regelmäßige Bibelstunden. Sehr bald begannen wir mit der Kurrende-, Chor,- und Posaunenchorarbeit. Am Gedenktag der Reformation 1968 bliesen wir - Werner Maiwald, Hartmut Eberius und ich - also zu dritt unseren ersten Choral vor der Kirche. Der Tag gilt bis heute als Gründungsdatum des Röcknitzer Posaunenchores. Bald kamen weitere Bläser dazu: Armin Proske, Dietmar Schneider, Winfied und Christian Tempel und Dietmar Schmidt, der den Posaunenchor nun schon seit vielen Jahren leitet.

Zu unseren regelmäßigen Einsätzen gehörte das Turmblasen in der Silvesternacht, das frühe Blasen am Ostermorgen in Zwochau, Böhlitz und Röcknitz und das Pfingstblasen zu unseren Waldgottesdiensten in Zwochau. Dazu bestiegen wir einen geschmückten Pferdewagen, der von Rudolf Bocks Rappen gezogen wurde. Wir fuhren damit durch das Dorf und bliesen zunächst einladend und dann auf dem Weg nach Zwochau, um die zu Fuß pilgernden Waldgottesdienstbesucher einzustimmen und zu erfreuen.

Ich merkte sehr bald, dass Begräbnisse oft viele Bewohner unseres Dorfes berührten und deshalb die würdige Gestaltung von Gewicht. war. Also konnte der Kreuzträger nicht mehr mit solch einem zerschlissenen Mantel herumlaufen. Ich bestellte in Herrnhut einen Kurrendeumhang für 80,-Mark. Der ihn dann tragende Knabe sah damit so gut aus, dass Kirchenvorsteher Alfred Kleine die ganze Kurrende mit diesen Chorgewändern ausstattete.

Dazu nähte Kirchvorsteherin Erna Zieger weiße, grüne, violette und rote Kragen. in den Kirchenjahresfarben.

 Von da an ging nicht nur der Kreuzträger, sondern auch die singende Kurrende einem  Sarg voran.

Nach meiner bestandenen zweiten theologischen Prüfung wurden die Kirchenvorsteher von Röcknitz und Böhlitz gefragt, ob sie mich als Pfarrer ihrer Gemeinden haben wollten. Die geheime Wahl war eindeutig. So wurde ich am 2. Advent 1968 in der St. Nicolauskirche ordiniert und mir wurde die Pfarrstelle übertragen.

Nach den ersten Konfirmationen begann die Junge - Gemeinde - Arbeit. Die Jugendlichen, die weiter im Dorf wohnten, kamen regelmäßig freitags in Röcknitz oder in Böhlitz zusammen. Nach Fritz Günters Weggang hatte ich auch in beiden Orten Christenlehre zu halten.

Sehr beliebt waren die Bibelwochen. Es gelang mir oft, an einem Tag der Woche einen „prominenten“ Prediger zu gewinnen. Ich hatte für die Böhlitzer Gemeindeglieder einen Fahrdienst organisiert, aber die Böhlitzer wollten ihre Bibelwoche in Böhlitz haben. So geschah es. Außerdem wurde im Winterhalbjahr immer wieder zu Gemeindeabenden mit aktuellen Themen - wie christliche Kindererziehung, oder gesunde Ernährung - eingeladen.

Der Pfarrsaal bedurfte dringend einer Erweiterung. Ich konnte für das Projekt einen Dresdner Architekten begeistern. Nach seinen Vorgaben bauten die Brüder Schneider die noch heute den Pfarrsaal zierende dreiflügelige Tür. Das Wandkreuz ist die Arbeit eines Leipziger Künstlers nach einem Entwurf des Kunstdienstes der Landeskirche..

Die polnischen Klappstühle, von denen wohl auch heute noch welche belastbar sind, konnten günstig für 30,-M pro Stuhl angeschafft werden. Es lief die Aktion: Jeder kaufe seinen Stuhl im Pfarrsaal.

Daneben galt es, die St. Nicolauskirche mit ihrem völlig maroden Dach und anderen schlimmen, baulichen Schäden zu retten.

Die Turmerneuerung erfolgte 1969. Wir bekamen keine Baulizenz. Alles war problematisch, ein Gerüst besorgen, Schiefer und Schieferdecker, Kupfer, Kupfernägel und Kupferklempner. Aber es gab in Röcknitz findige Gemeindeglieder mit viel Unternehmergeist. Dazu kamen die Beter, Spender , Feierabendhandwerker und Helfer.

Die auswärtigen Gerüstbauer, Dachdecker und Klempner wurden über Wochen im Pfarrhaus und in den Familien beköstigt.

Das Werk gelang. Nach zirka 4 Monaten fiel das Gerüst. Zum Kirchweihfest 1969 feierte eine große, dankbare Gemeinde die Turmerneuerung. Die Genossen waren erstaunt, viele Menschen bewegt und erfreut.

Wir haben weitergebaut, wenn auch mit vermindertem Elan. Zunächst den Stahlbetonringanker zur Sicherung der Absis. Die hatte im Mauerwerk Risse bekommen. Sie wurden von der Denkmalspflege mit Sorge beobachtet.

1971 bekamen wir aus einer Abrißkirche des Braunkohlegebietes eine gut erhaltene, mechanische Orgel. 1972 wurde das Kirchendach neu gedeckt. Haltbare Dachziegel gab es nicht. Es half der  Dachdeckerbetrieb aus dem Erzgebirge, der 3 Jahre zuvor unsere Turmhaube beschiefert hatte. Zunächst galt es für die notwendige Dachschalung zu sorgen. Wir bekamen im Kirchenwald von Schmannewitz die Holzzuteilung. Am 17. 4. 1971 fuhr ein Trupp freiwilliger Helfer in den Wald, fällte die uns zugewiesenen Bäume und bereitete die Stämme für den Abtransport vor. Alfred Kleine holte das Holz nach Röcknitz. Am Feierabend stand uns im Baugeschäft Horst Nietzschke das Gatter zur Verfügung. Auf diesem wurden die Stämme in Bretter zersägt, danach wurden die Bretter in einer Lösung zur Schädlingsbekämpfung getaucht und schließlich auf dem Friedhof zum Trocknen gestapelt. Ein Jahr später  konnte das Holz verarbeitet werden.

Eines Tages brachte ein Lastwagen den kostbaren, in der DDR eigentlich nicht verfügbaren Schiefer. Im Frühherbst kamen die Dachdecker aus dem Gebirge und belegten die gesamte Dachfläche von zirka 600 m2 mit der Holzschalung und mit neuem Schiefer. Die Dachdecker waren bei Familie Kleine während der Aktion in Vollpension und vom frühen Morgen bis zum Einbruch der Dunkelheit auf dem Kirchendach. Wir waren begeistert. Bei jedem Röcknitzbesuch schaue ich mir das Kirchendach an und freue mich darüber, dass nach mehr als 30 Jahren Liegezeit keine Schäden erkennbar sind.

Noch im Jahr 1972 wurde der Altaraufbau zur Restaurierung nach Dresden gebracht. 2 Jahre waren dafür vorgesehen. Also haben wir 1973 die Absis und das Turmhaus erneuert.

Am Samstag vor Palmarum 1974 kam der Flügelaltar aus Dresden zurück. Die Restauratoren hatte mehrere Übermalungen entfernt und die Orginalfarben von 1508 wieder voll zur Geltung gebracht. Schön, dass in den späteren Jahren die Kirchensanierung weitergegangen ist und wohl als abgeschlossen gelten kann. Sollte ich in 2 Jahren noch leben, würde ich mich über eine Einladung zum 500. Kirchweihfest in Röcknitz freuen.

Beliebt waren auch unsere Konfirmandenrüstzeiten in Bärenfels und die „Jungbauernausfahrten“.

Wir fuhren mit 10 PKW und 40 Teilnehmern, natürlich nicht nur Landwirten. An einem Wochenende im Jahr sollten Kultur und unbekannte, schöne Landschaft erlebt werden. Der Autokorso traf sich vor Zimmermanns Gasthof. Eine Fahrt führte uns nach Brandenburg.

Abends waren wir im Stadttheater zu einer Freischützaufführung. Zur Übernachtung ging es in ein Rüstzeitheim nach Mötzow am Beetsee. Wir waren Selbstversorger, hatten alles dabei. Wir saßen lange zusammen, aber einige schliefen nur wenige Stunden. Sie erlebten den Anbruch des Tages in Ruderbooten auf dem See. Nachmittags kam die große Dampferfahrt über die Havelseen, am Sonntag gingen wir vormittags zu Kirche, der Nachmittag war für die Heimfahrt vorgesehen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich manche Ausfahrer von damals beim Lesen dieser Zeilen gern daran erinnern und die alten Fotos noch einmal hervorkramen.

Wir gaben uns Mühe bei den Gestaltung festlicher Gottesdienste. Ich erinnere mich eines Erntedankfestes, an dem unser Chor den Choral „Nun danket alle Gott“ aus der Bachkantate „Gott, der Herr, ist Sonn und Schild“ singen wollte. Dazu wurden neben dem Organisten 2 Bachtrompeter gebraucht. Ich hatte im Leipziger Gewandhaus einen ehemaligen Schulfreund. Den bat ich um die Vermittlung von zwei Studenten. Dann kam die Nachricht, der Herr Solotrompeter des Gewandhausorchesters, Armin Männel, wolle selbst in Röcknitz blasen, er käme mit einem Kollegen. Der schicke VW fuhr vor. Die Probe begann. Die ersten Trompetentöne waren so bezaubernd schön, dass unsere Chorsänger vor lauter Staunen überhaupt nicht zu singen anfingen. Wir hatten auch die Dresdner Vokalisten und andere bekannte Musiker und Sänger zu Gast.

 Auseinandersetzung mit dem sozialistischen Staat

 Zu einer ersten Auseinandersetzung mit dem Bürgermeister kam es bereits in meinem 2. Röcknitzer Jahr. Der Filmdienst der Kirche war in unserer Region unterwegs. Er sollte in der Kirchgemeinde Röcknitz seinen Albert-Schweizer-Film zeigen. Da bekanntlich die Kirche nicht heizbar war, der Filmabend im Monat Februar 1968 vorgesehen war, bat ich um die Genehmigung, den großen Saal in Gasthof Zimmermann für die Filmvorführung benutzen zu dürfen. Die Genehmigung wurde mit der Begründung verweigert, Staat und Kirche seien getrennt, die Kirche solle ihre eigenen Räume nutzen. Alle guten Worte, von Albert Schweizer, der ja auch in der DDR hohes Ansehen genieße, von dem Wesen richtiger Kuturpolitik, die ja nur von Marxisten und Christen gemeinsam zu leisten sei, von der nicht heizbaren Kirche, waren vergeblich.

Weil die Pfarrstellen im Wurzner Land schwer zu besetzen waren, hatte das Landeskirchenamt just in meiner Zeit auch junge Pfarrer nach Lüptitz, Thallwitz, Müglenz,

Wurzen und Falkenhain geschickt. Die SED-Kreisleitung in Wurzen wurde nervös. In Röcknitz fand bei Zimmermanns eine Einwohnerversammlung statt. Der Parteiagitator listete in seinem Vortrag alles Mißliche der Kirchengeschichte, von der Inquisition, bis zu den Religionskriegen und den Waffensegnungen auf. Dann ging er zum Angriff über und forderte von der Bevölkerung erhöhte Wachsamkeit . Dem Versuch der Kirche, die Menschen mit „bürgerlich-christlicher Ideologie“ negativ zu beeinflussen, müsse klassenbewußt widerstanden werden.

Sehr angespannt war unser Verhältnis zur Schule. Seit 1970 hatten wir zunächst ein Kind, ab 1971 zwei Kinder in der Schule. Ein junger, sympathischer Lehrer suchte für die Klasse, die unsere Anne besuchte, geeignete Eltern für das Elternaktiv. Er hatte wohl erfahren, dass meine Frau ein abgeschlossenes Pädagogikstudium hatte. Er bat sie um ihre Mitwirkung. Sie war dazu bereit. Die Genosseneltern der Klasse wurden zusammengerufen. Das Urteil war eindeutig. Eine Mutter, deren Kinder nicht Mitglieder der Pionierorganisation sind und deren Ehemann den Beruf eines Pfarrers ausübt, ist für eine Mitarbeit im Elternaktiv nicht geeignet. Auf dem Klassenelternabend wurde die Nichtnominierung meiner Frau vom Direktor in diesem Sinn begründet. Das war der einzige Elternabend, an dem ich zusammen mit meiner Frau  während der Röcknitzer Schulzeit unserer Kinder teilgenommen habe. Ansonsten herrschte zwischen meiner Frau und mir Arbeitsteilung, der Schule gegenüber nicht nur aus Zeitgründen. Ich erhob Einspruch gegen die Entscheidung, fand aber bei den anwesenden Eltern keine Unterstützung. Am selben Abend wurde noch aus einem weiteren Anlaß die Unterstützung der Eltern erbeten. Wegen der direkt an der Straße liegenden Haltestelle für den Schulbus und der von den großen mit Splitt und Schotter beladenen LKW ausgehenden Gefahr für die Schulkinder der Klassen 1 - 4 wurden Eltern gesucht, die vor der Abfahrt des Schulbusses die Kinder an der Haltestelle beaufsichtigen. Meine Frau sagte ihre Unterstützung zu. Sie wurde nie darum gebeten. Wir erfuhren den Grund: Befürchtung christlicher Beeinflussung der Kinder -an der Bushaltestelle (!).

Einer der Röcknitzer Lehrer sagte mir im Vertrauen, es sei ihnen untersagt worden, mit mir zu sprechen, das gelte für das Pfarrhaus, wie für das Gasthaus.

Als schließlich 1973 für unseren Sebastian ein Schulwechsel in die Thomasschule Leipzig anstand - er hatte die Aufnahmeprüfung für den weltbekannten Thomanerchor mit Bravour bestanden und Professor Rotzsch, damals Thomaskantor, wollte den Jungen wegen seiner stimmlichen Begabung unbedingt im Chor haben - verweigerte die Röcknitzer Schulleitung die Delegierung des Jungen. Erst nach Beginn des neuen Schuljahres kam die endgültige Ablehnung. Sebastian war zutiefst enttäuscht, weil er nicht Thomaner werden durfte. Wir sprachen darüber mit dem uns auch bekannten Kreuzkantor, Professor Flämig in Dresden. Der ließ sich von der Leipziger Ablehnung nicht beeindrucken. Sebastian machte die Aufnahmeprüfung und wechselte  nach den Herbstferien die Schule. Er wurde Mitglied des ebenso bekannten Dresdner Kreuzchores. Wieso ging es in Dresden und nicht in Leipzig? Professor Flämig hatte im Jahr zuvor das Kreuzkantorenamt übernommen. Er war Schweizer Staatsbürger und behielt dort auch seinen Wohnsitz. Er allein entschied, wenn die schulischen Leistungen der Jungen ausreichend waren, wer in den Kreuzchor  aufgenommen wurde und wer nicht. Eine Delegierung durch die Heimatschule, wie in Leipzig, war in Dresden nicht nötig. Dem Röcknitzer Schulleiter wurde der Schulwechsel lediglich mitgeteilt. Die Partei gab keine Ruhe, wir wissen, dass Prof. Flämig im Ministerium für Kultur in Berlin zu diesem Vorgang befragt wurde und sich für seine Entscheidung  an oberster Stelle zu rechtfertigen hatte.

Dieser Schulwechsel unseres damals 10-jährigen Sohnes nach Dresden war ein Jahr später auch für mich der Anlaß, eine Pfarrstelle in Dresden zu übernehmen und mit dem Rest der Familie Röcknitz bereits nach 7 Jahren wieder zu verlassen. Viele Röcknitzer haben unsere Entscheidung damals nicht verstanden. Jeder von uns weiß, wenn wir  Kinder haben, tragen wir für sie auch Verantwortung

Alle im Internat für die auswärtigen Kruzianer tätigen staatlichen Erzieher hatten nicht nur die Aufgabe für das Wohlergehen der jungen Menschen zu sorgen, sondern sie zugleich zu sozialistischen Persönlichkeiten zu erziehen. Kruzianer, die in der Stadt Dresden ihre Eltern hatten, mußten nicht im Internat, sondern konnten zu Hause wohnen. Das wollten wir.

Inzwischen ist Sebastian ein tüchtiger Pfarrer in Gera; er hat eine Familie, in der 5 Kinder fröhlich heranwachsen. Die Musikalität wurde weiter vererbt. In der Familie und Gemeinde wird viel gesungen und musiziert.

Nur der 10. Teil meiner nun 70-jährigen Lebenszeit entfällt auf unsere Röcknitzer Jahre.

Sie sind schnell vergangen und liegen lange zurück, aber sie sind reich an unauslöschlichen Erinnerungen. Zu meiner großen Freude wurde ich mehrmals zu Konfirmations - und zu Posaunenchorjubiläen eingeladen. Also ist erkennbar, dass es Fäden der Verbundenheit bis heute zwischen uns gibt. Möge es so bleiben in der Zeit, die uns der liebe Gott noch zulegt. Ich wünsche dem Dorf unserer ersten Pfarrstelle , dass seine Bewohner nie aufhören ihre Kirche zu erhalten, zu pflegen und in ihr einzukehren, um in ihr zu beten und den Segen Gottes für sich selbst, für ihre Häuser und Ställe, Wiesen und Äcker, für ihre Steinbrüche und die dazugehörenden Werke und für alle Vereine zu empfangen. An Gottes Segen ist alles gelegen.

Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.

Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst. (Psalm 127,1+2)

 

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